12A U S S T E L L U N G E NDauerinterventionmassiv unsichtbar.Erinnerungsprojekt zum Luft-schutzbunker SchönbornparkMit massiv unsichtbar macht das Volks-kundemuseum Wien die Geschichte desLuftschutzbunkers im Schönbornpark neuerfahrbar. Der während des Zweiten Welt-kriegs errichtete Stahlbetonbau bot ab 1943rund 300 Personen Schutz vor Luftangriffen.Beschilderungen, gasdichte Türen und tech-nische Ausstattung sind bis heute im Innerenerhalten und verweisen auf die Bedrohungs-situationen jener Zeit. Nach 1945 wurdeder Bunker zunehmend unsichtbar gemacht:Auf Plänen unkenntlich, im Park begrünt,architektonisch kaschiert und schließlichweitgehend aus dem öffentlichen Bewusst-sein verdrängt.Von 1981 bis 2023 nutzte das Volkskunde-museum Wien das Gebäude als Depot. Seineursprüngliche Funktion blieb dabei langeunbeachtet. Erst in jüngerer Zeit rückte derOrt verstärkt in das Interesse der Öffentlich-keit. Seit 2023 ist der Bunker im Rahmenvon Führungen zugänglich, 2024 wurde ererstmals als Raum für künstlerische Aus-einandersetzungen genutzt. Perspektivischsoll er zu einem Ort für Kunst, Kultur undNachbarschaft entwickelt werden.Das Projekt massiv unsichtbar machtdiese komplexe Gebäude-Biografie sichtbar.Informationen zur Entstehungszeit, zuVerdrängungsprozessen nach 1945 und zuspäteren Nutzungsplänen wurden anhandvon Archivmaterial, Fotos, Plänen undInterviews aufgearbeitet. Im Schönbornparkverweisen Informationstafeln, Markierungenund ein eigens entwickelter Kuckucksruf –ein historisches Alarmsignal – auf dieGeschichte des Bunkers. Vertiefende Inhaltestehen jederzeit online zur Verfügung.Gefördert von der Kulturkommission Josefstadt undmit freundlicher Unterstützung der Wiener Stadtgärten.Konzept und Inhalt: Magdalena Puchberger undMaria Raid, Volkskundemuseum WienGestaltung, Website und Audiosignal:althaler+ oblasser, büro für grafik und medienPlanung: mönkemöller und kreppel, architekturbüroziviltechnikerOrt: Schönbornpark, 1080 Wienmassivunsichtbar.atDie Dauerintervention massivunsichtbar im Schönbornpark– endlich ist der Luftschutzbun-ker wieder sichtbar. Foto:Kollektiv Fischka / Kramar